Logbucheintrag 26.03.2026 – Ruhe
Mit Erlebnissen ist es immer wieder dasselbe. In der Situation ist alles so präsent. Man schwört sich, es entweder nie wieder zu machen oder es beim nächsten Mal ganz anders anzugehen. Doch nach ein paar Wochen ist vieles verblasst und plötzlich gar nicht mehr so schlimm.
Doch diese eine Nacht werde ich nie vergessen.
Es war viel Wind und ich fuhr erst einmal an der Pier vorbei, um die Situation einzuschätzen. Ein anderes Segelboot lag bereits dort und so entschied ich mich, mich bei auflandigem Wind ebenfalls an die Pier zu legen. Ich drehte noch eine Runde und legte an. Ein Mann vom anderen Boot half mir mit den Leinen und ich war froh, erst einmal sicher dort zu liegen.
Der eigentliche Plan war gewesen, durch die Brücke zu fahren und im Al Sund zu ankern. Die Brücke öffnete stündlich. Die Information war, dass ich eine bestimmte Flagge setzen und eventuell den Brückenwärter anfunken musste. Auf einer Tafel, die ich zuvor nicht gesehen hatte, sollte dann die Öffnungszeit erscheinen.
Ich war unsicher, vermutlich geprägt von der vorherigen Situation.
Also beobachtete ich das Ganze erst einmal in Ruhe. Die Crew des anderen Bootes löste kurze Zeit später die Leinen und ich dachte, sie wollten ebenfalls durch die Brücke. Also bereitete ich mich darauf vor, mich ihnen anzuschließen. Doch statt zur Brücke zu fahren, liefen sie wieder hinaus auf die offene See.
Da war ich nun. Hin- und hergerissen und unfähig, eine klare Entscheidung zu treffen. Oder vielleicht traf ich sie genau in diesem Moment – nämlich dort zu bleiben und das Wetter abzuwarten.
Um es kurz zu machen: Es war wohl die schlechteste Entscheidung.
Der Wind nahm weiter zu und die Pier war nur mit einer Holzbohle gesichert. Durch den ständig wechselnden Wasserstand musste ich die Fender immer wieder kontrollieren und in der Höhe anpassen. Der Wind wurde so stark, dass ich zeitweise befürchtete, das Boot könnte an der Pier zerschellen.
Ich versuchte auf der Couch im Salon zu schlafen, während das Boot im schweren Seegang arbeitete. Wirklich gelingen wollte es mir nicht. Morgens um sechs stand ich schließlich auf und zum Glück ließ der Wind langsam etwas nach.
Nach vielem Hin und Her traf ich die Entscheidung abzulegen und mich vor die Brücke zu stellen, um die Durchfahrt zu erbitten.
"Die Kette nützt nichts, wenn sie im Kasten liegt."

Das Ablegen klappte erstaunlich gut. Ich dampfte in eine Leine ein und drückte das Boot so von der Pier weg. Vor der Brücke angekommen erschien schließlich auch die Öffnungszeit auf der Tafel. Die zwanzig Minuten, die ich noch warten musste, wollte ich nicht kreisend im Hafenbecken verbringen. Also fuhr ich auf die andere Seite und legte dort bei ablandigem Wind noch einmal kurz an.
Das allererste Mal durch eine Brücke zu fahren, die nur für mich öffnete, war ein unglaublicher Moment. Oft hatte ich als Kind zugesehen, wie sich Brücken öffneten und andere Boote hindurchfuhren. Doch diesmal öffnete sie nur für mich und ich genoss diesen Augenblick ganz bewusst.
Der Al Sund ist ein breiter Arm, der weit ins Landesinnere führt. Der Wind war immer noch stark und ich hatte mir zwei mögliche Ankerplätze herausgesucht. Die Fahrt dauerte gut eine Stunde bei kräftigem Gegenwind und ich begann zu zweifeln, ob meine Wahl wirklich gut gewesen war.
Doch die Stelle, an der ich schließlich ankerte, war vollkommen geschützt.
Plötzlich lag ich dort genauso ruhig, wie ich es mir die ganze Zeit erhofft hatte. Das Wetter wurde besser und ich genoss die Zeit in vollen Zügen. Leider hatte ich noch kein Beiboot, um auch einmal an Land gehen zu können.
Aber überall um mich herum war Natur.
Und da war diese Ruhe.
Die Art von Ruhe, die man nicht einfach nur hört, sondern spürt.
Ich hoffe, dir hat mein heutiger Ausschnitt meiner Abenteuer bisher gefallen. Die Bilder zeigen die Aufzeichnung meines Trackers von Trackiwi (Du sparst 10% mit dem Gutscheincode SAVI". Ich werde hier und auch in den kommenden Logbucheinträgen weitere Eindrücke teilen und auch Links zu meinen Routen veröffentlichen.
Ich teste den Tracker aktuell auf meinem Boot, auch wenn er eigentlich eher für ein Wohnmobil gedacht ist. Umso mehr freue ich mich, dass ich ihn habe und dich so an meinen Orten und Strecken teilhaben lassen kann.
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